Verein

27.3.2017 Presseerklärung des Fördervereins

Mit ungläubigen Staunen hat der Förderverein Gedenkstätte Bautzen den Brief des Vorsitzenden des Bautzen-Komitees, Alexander Latotzky, an den Geschäftsführer der Stiftung Sächsische Gedenkstätten, Siegfried Reiprich, zur Kenntnis genommen. Aus fadenscheinigen Gründen verwehrt die Stiftung nicht nur jenen Menschen, die nach 1989 die Gedenkstätte auf den Weg gebracht haben, eine Veranstaltung im ehemaligen Stasi-Gefängnis. Sie verbietet zugleich der Gedenkstätte zum ersten Mal die Teilnahme am wichtigsten Treffen der Opfer der Bautzener Gefängnisse, dem im Mai stattfindenden Bautzen-Forum. Obwohl wir als Förderverein unsere eigenen Erfahrungen gemacht haben, sind wir entsetzt, dass ein solcher Bruch von der Stiftung Sächsische Gedenkstätten ausgeht. Das darf nicht unwidersprochen bleiben. Wir versichern dem Bautzen-Komitee unsere uneingeschränkte Solidarität.
Dass sich Solidarität auszahlt, zeigt auch der juristische Schlussstrich unter die von der Stiftung Sächsische Gedenkstätten erhobenen Vorwürfe gegen eine langjährige Mitarbeiterin der Gedenkstätte Bautzen. Die auch öffentlich erhobenen Bezichtigungen des Betruges und der Unterschlagung haben nicht nur einzelne Personen ungerechtfertigt in Misskredit gebracht, sie haben auch den Ruf der Gedenkstätte leichtfertig beschädigt. Nachdem bereits vor Jahresfrist in erster Instanz die Haltlosigkeit dieser Vorwürfe festgestellt wurde, bestätigte das Landesarbeitsgericht am vergangenen Donnerstag dieses Urteil endgültig.
Wir freuen uns, dass die voll rehabilitierte Mitarbeiterin an ihren Arbeitsplatz zurückkehrt, die Rufschädigung der Gedenkstätte Bautzen damit endlich ihr Ende findet und sich die Stiftung Sächsische Gedenkstätten daran erinnert, dass das Gedenken an die Opfer der beiden deutschen Diktaturen ihr eigentlicher Sinn und Zweck ist, den sie bei ihrem Handeln im Blick behalten sollte.

Dr. h.c. Karl Wilhelm Fricke (Ehrenvorsitzender)
Prof. Dr. Manfred Wilke (Vorsitzender)

Pressestimmen zur Veranstaltung 60 Jahre Stasi-Sonderhaftanstalt Bautzen II

60 Jahre Stasi-Sonderhaftanstalt Bautzen II, Radio Lausitz, 27.10.2016
http://www.radiolausitz.de/nachrichten/lokalnachrichten/60-jahre-stasi-sonderhaftanstalt-bautzen-ii-1263326/

Isoliert im Haus des Schweigens, Sächsische Zeitung, 27.10.2016

Vor 60 Jahren entstand der Stasi-Knast, Lausitzer Rundschau, 27.10.2016
http://www.lr-online.de/nachrichten/LR-Titel-Vor-60-Jahren-entstand-der-Stasi-Knast-Bautzen;art1674,5662704

Erinnern an das "Haus des Schweigens". Diskussion über Vergangenheit und Zukunft der Gedenkstätte Bautzen, Lausitzer Rundschau, 27.10.2016
http://www.lr-online.de/nachrichten/Tagesthemen-Erinnern-an-das-Haus-des-Schweigens;art307853,5662735

Gedenkstätte Bautzen: Podium zu 60 Jahren Stasi-Knast, Die Welt, 26.10.2016
https://www.welt.de/regionales/sachsen/article159049718/Podium-zu-60-Jahren-Stasiknast.html

Gedenkstätte Bautzen. Gefangen im Haus des Schweigens, Dresdener Neueste Nachrichten, 26.10.2016
http://www.dnn.de/Mitteldeutschland/News/Gedenkstaette-Bautzen-Gefangen-im-Haus-des-Schweigens

Gedenkstätte Bautzen: Podium zu 60 Jahren Stasi-Knast, Freie Presse, 26.10.2016
http://www.freiepresse.de/NACHRICHTEN/SACHSEN/Gedenkstaette-Bautzen-Podium-zu-60-Jahren-Stasiknast-artikel9666839.php

Vortrag und Gespräch zur Sonderhaftanstalt Bautzen II, Lausitzer Rundschau, 24.10.2016
http://www.lr-online.de/regionen/hoyerswerda/Vortrag-und-Gespraech-zur-Sonderhaftanstalt-Bautzen-II;art1060,5658742

10.10.2016 Förderverein erinnert an die Gründung der einzigen Stasi-Sonderhaftanstalt in Bautzen vor 60 Jahren
Vor 60 Jahren stand Bautzen im Mittelpunkt einer bedeutsamen Entscheidung:  Das Ministerium für Staatssicherheit und die SED beschlossen im August 1956 die Einrichtung des einzigen Sondergefängnisses der ostdeutschen Geheimpolizei. Menschenverachtende Machenschaften haben hunderten von politischen Gefangenen wertvolle Jahre ihres Lebens geraubt. Bautzen steht seitdem wie kein anderer Ort für politische Verfolgung und Inhaftierung in der DDR.

Aus diesem Anlass laden Sie der Förderverein Gedenkstätte Bautzen e.V. und die Bundestagsabgeordnete Maria Michalk sehr herzlich zu einer Veranstaltung ein.

60 Jahre Sonderhaftanstalt Bautzen II – Vergangenheit und Verpflichtung

am Donnerstag, dem 27. Oktober 2016, um 18.00 Uhr
in der Gedenkstätte Bautzen
Weigangstraße 8a, 02625 Bautzen

Es sprechen der Bundesbeauftragte für die Unterlagen des Staatssicherheitsdienstes der ehemaligen DDR, Roland Jahn, der Oberbürgermeister der Stadt Bautzen, Alexander Ahrens sowie Prof. Dr. Manfred Wilke, Vorsitzender des Fördervereins.

Im Anschluss diskutiert Maria Michalk mit den Referenten des Abends über die Bedeutung der Gedenkstätte Bautzen heute.

Wir freuen uns auf Ihr Kommen!

10.08.2016 Heute vor 60: Gründung der Sonderhaftanstalt des MfS Bautzen II

https://upload.wikimedia.org/wikipedia/commons/f/f7/Einzelfreih%C3%B6fe.jpg
Einzelhöfe in Bautzen II
(c) Gedenkstätte Bautzen











Am 10. August 1956 traf in Bautzen ein Transport von mehr als 120 Häftlingen ein, die aus Sicht des SED-Regimes als besonders gefährliche Verbrecher galten. Sie waren demokratischen Grundsätzen verpflichtet, hatten Widerstand geübt und mussten ihren mutigen Einsatz mit jahrelangen Haftstrafen bezahlen. Bis zum Mauerfall 1989 wurde Bautzen II für hunderte politische Gefangene zum Leidensort. Zu ihnen gehörten auch zahlreiche Vertreter der intellektuellen, künsterlischen und wissenschaftlichen Elite im Nachkriegsdeutschland wie Walter Janka, Erich Loest, Rudolf Harig, Heinz Brandt oder Georg Dertinger.
Die Erinnerung an das in Bautzen II begangene Unrecht ist auch heute noch Verpflichtung. Der Förderverein wird im Herbst mit einer Veranstaltung in Bautzen an dieses Ereignis erinnern. Wir halten Sie auf dem Laufenden.

21.11.2015 Förderverein unterstützt Theaterprojekt zum Thema Flüchtlinge
Dank einer Spende des Fördervereins kam 20. November 2015  in der Oberschule Wilthen das Theaterprojekt „Krieg – Stell Dir vor, er wäre hier“ zur Aufführung. Das vom Deutsch-Sorbischen Volkstheater Bautzen für Jugendliche konzipierte Stück leistet einen wichtigen Beitrag zur Auseinandersetzung mit der aktuellen Flüchtlingskrise. Der Förderverein sieht sich in der Verantwortung, auf diese Weise in die mitunter offen fremdenfeindlichen und antiislamischen öffentlichen Debatten in Sachsen einzugreifen. Die Geschichte der Bautzener Haftanstalten hat gezeigt, dass jeglicher Diskriminierung und Diffamierung aufgrund von Herkunft, Bekenntnis und politischer Überzeugung entschieden entgegenzutreten ist.

15.05.2015 Interaktiver Rundgang Öffnung Stasi-Gefängnis online
Auf der Seite http://revolution89.foerderverein-gedenkstaette-bautzen.de stellt der Förderverein den vor zwei Wochen eröffneten Rundgang zur Verfügung.
Die sechs Themenstationen informieren über den Bürgerprotest in Bautzen, den Rückzug der Staatssicherheit aus Bautzen II und natürlich den Häftlingstreik, der schliesslich zur Freilassung aller politischen Gefangenen führte. Neben kurzen Texten bietet der Rundgang Bilder, vor allem aber historische Film- und Tonaufnahme sowie Interviews, die einen unmittelbaren Einblick in die Atmossphäre vor 25 Jahren geben.

Der Förderverein bedankt sich noch einmal herzlich bei den Mitarbeiterinnen der Gedenkstätte Bautzen sowie Teresa Tammer, die maßgeblich an der Konzeption und Umsetzung dieses Projektes beteiligt waren. Ein gleicher Dank geht auch an den Freistaat Sachsen, dessen Förderprogramm die notwendigen Mittel bereitgestellt hat.
   

01.05.2015 Interaktiver Rundgang in der Gedenkstätte Bautzen eröffnet

An sechs Stationen wird seit gestern abend an die Öffnung des Stasi-Sondergefängnisses in Bautzen II in der Gedenkstätte erinnert. Der Förderverein übergab das von Teresa Tammer umgesetzte Projekt im Rahmen einer kleinen Abendveranstaltung den Besuchern. Wie sich bereits unmittelbar im Anschluss zeigte, ist diese Neugier auf dieses innovative Besucherangebot groß. Umso mehr, als die Gedenkstätte die erste Einrichtung in Sachsen ist, die sich dieser neuen Form der Wissensvermittlung bedient. Der Einsatz des Smartphones in der täglichen Gedenkstättenarbeit hat Pilotcharkater und es steht zu hoffen, dass die überaus positiven Erfahrungen in anderen Gedenkstätten auch in Bautzen Früchte tragen werden.

Für alle, die keine Gelegenheit haben, sich den Rundgang vor Ort anzuschauen, wird er in Kürze auch online zur Verfügung stehen.


Insgesamt sechs solcher Stationen mit QR-Codes informieren über die Öffnung von Bautzen II im Herbst 1989
(c) Förderverein Gedenkstätte Bautzen
   
15.04.2015 Eröffnung Interaktiver Rundgang 25 Jahre Öffnung Stasi-Gefängnis
Am 29. April wird allen Gedenkstättenbesuchern ein neuer Rundgang präsentiert, mit dem sie sich eigenständig und interaktiv auf die Spuren der Friedlichen Revolution in Bautzen und in der Stasi-Sonderhaftanstalt Bautzen II begeben können. Benötigt wird dazu lediglich ein mobiles internetfähiges Endgerät, das QR-Codes lesen kann. Kompakte und auf Wunsch vertiefende Texte informieren über die Ereignisse vom Herbst und Winter 1989 in Bautzen. Zahlreiche Fotografien, Hördokumente und Filme schildern multimedial die Geschehnisse in der Stadt und im bis dahin hermetisch von der Außenwelt abgeriegelten Gefängnis: von den ersten Demonstrationen, über die Proteste der Gefangenen bis zur Auflösung der Stasi-Sonderhaftanstalt.

Das Projekt wurde vom Förderverein gemeinsam mit der Gedenkstätte Bautzen realisiert und konnte aus Mitteln des Freistaates Sachsen im Rahmen des Förderprogrammes "25 Jahre Friedliche Revolution und Deutsche Einheit" finanziert werden.

31.03.2015 Gefangenenaufstand und Gründung des Bautzen-Komitees

Der 31. März ist ein besonders Datum: 1950 protestierten die Insassen des "Gelben Elends" gegen unmenschliche Haftbedingungen. Ihr Hilferuf wurde mit den "Briefen aus Bautzen" in der Öffentlichkeit bekannt und "Bautzen" zum Symbol für politische Verfolgung und Repression durch das SED-Regime. 1990 begründeten ehemalige politische Häftlinge das "Bautzen-Komitee" und befördern seitdem maßgeblich die Aufarbeitung der Geschichte der Bautzener Gefängnisse.
Prof. Dr. Manfred Wilke, Vorsitzender des Fördervereins Gedenkstätte Bautzen, erinnerte anlässlich der heutigen Ausstellungseröffnung an die verschiedenden Bedeutungen des 31. März. Seinen Beitrag können Sie hier nachlesen.
Zeichnung Häftlingsaufstand am 31. März 1950
Spießrutenlauf, Otto Hartmann oder Heinz Unruh, 1950 (© Gedenkstätte Bautzen)
Klicken Sie hier 

29.03.2015 Ausstellungseröffnung zum 65. Jahrestag des Häftlingsaufstandes im "Gelben Elend"
Am 31. März 2015 eröffnen die Gedenkstätte Bautzen und das Bautzen-Komitee eine Ausstellung, die an den ersten und größten Häftlingsaufstand in der Geschichte der DDR vor 65 Jahren erinnert.
Weitere Informationen finden Sie auf den Seiten der Gedenkstätte Bautzen:
https://www.stsg.de/cms/bautzen/aktuelles_presse

28.03.2015 Förderverein in die UOKG aufgenommen
Die Union der Opferverbände Kommunistischer Gewaltherrschaft (UOKG) hat den Förderverein Gedenkstätte Bautzen auf ihrer heutigen Sitzung einstimming aufgenommen. Wir freuen uns sehr über diese Entscheidung und werden nun gemeinsam mit anderen Aufarbeitungsinitiativen und Häftlingsvereinigungen die Erinnerung an die Opfer kommunistischer Gewaltherrschaft und damit den Haftort Bautzen in die Öffentlichkeit tragen.

12.03.2015 Theaterprojekt "Krieg - stell Dir vor, er wäre hier"
Gemeinsam mit dem Deutsch-Sorbischen-Volkstheater Bautzen kommt heute Abend ein Stück der dänischen Autorin Janne Teller zur Uraufführung, das sich mit den hochaktuellen Themen Flucht, Migration und Fremdenfeindlichkeit auseinandersetzt. Nach der Premiere sind Aufführungen in Schulen des Landeskreises Bautzen geplant, welche die Gedenkstätte Bautzen pädagogisch begleitet. Der Förderverein Gedenkstätte Bautzen übernimmt mit einer Spende die Patenschaft für einige der geplanten Klassenzimmerinszenierungen.

Weitere Informationen:
https://www.stsg.de/cms/bautzen/aktuelles/theaterpremiere
http://www.theater-bautzen.de/

12.03.2015 Audiomitschnitt Podiumsdiskussion "Radio und Friedliche Revolution" online
Für alle, die am 26. November 2014 nicht in der Gedenkstätte Bautzen dabei sein konnten, steht ein Audiomitschnitt der Veranstaltung ab sofort zum Nachhören bereit.
Wir danken der Stiftung Sächsische Gedenkstätten für die Überlassung der Aufnahme.

02.01.2015
Allen Freunden und Mitgliedern des Fördervereins wünschen wir ein frohes, gesundes und erfolgreiches Neues Jahr!

02.12.2014
Achtung: Bankverbindung geändert
Bitte beachten´Sie die geänderte Kontoverbindung auf der Unterseite Spenden.

26.11.2014
Neuer Vorstand gewählt
Am 26. November 2014 fand die diesjährige Vollversammlung in der Gedenkstätte Bautzen statt. Dr. Gerhard Sälter legte nach längjährigem, aufopferungsvollem Engagement im Vorstand des Fördervereins auf eigenen Wunsch hin seine Ämter nieder. Zum Nachfolger wurde Manfred Matthies, ehemaliger politischer Gefangener in Bautzen II und heute als Architekt bei Berlin tätig, gewählt. Herr Matthies ist der Gedenkstätte seit vielen Jahren verbunden und wirkt an verschiedenen Bildungs- und Zeitzeugenprojekten mit.

26.11.2014
Veranstaltung des Fördervereins Gedenkstätte Bautzen:
"Radio und Friedliche Revolution. Der Deutschlandfunk im Tal der Ahnungslosen"
In der Gedenkstätte Bautzen fand heute die erste Veranstaltung des Fördervereins Gedenkstätte Bautzen statt. Vor knapp 40 interessierten Zuhörern diskutierten Dr. h.c. Karl Wilhelm Fricke, Ehrenvorsitzender des Fördervereins und nach seiner Haftentlassung aus Bautzen II Leiter der Ost-West-Abteilung des Deutschlandfunks, der ehemalige Indendant des Deutschlandfunks, Dettmar Kramer, und der Zeithistoriker und Vorsitzende des Fördervereins Prof. Manfred Wilke über die Bedeutung der westdeutschen Medien während der Friedlichen Revolution. Die intensive Berichterstattung des westdeutschen Rundfunks habe immer nur das Ziel gehabt, sachlich und unabhängig über die Lage in der DDR zu informieren und war keineswegs Propaganda, wie die SED behauptete. In diesem konsequent umgesetzten Anspruch lag die Stärke des Deutschlandfunks, der mit seinen Berichten auch über die Oppositionsbewegung viele DDR-Bürger erreichte. Die Rolle des Rundfunks während der revolutionären Veränderungen im Herbst 1989 schätzten Fricke und Kramer geringer ein: die Hörfunkreportage trat hinter die Fernsehberichte zurück, die bis heute das Bild der Friedlichen Revolution prägten. Die historische Rolle des Deutschlandfunks ist daher die eines Wegbereiters: denn die verlässliche und fundierte Berichterstattung trug in Ost und West dazu bei, die DDR und die Probleme ihrer Bürger und nicht zuletzt auch den Gedanken der deutschen Wiedervereinigung im öffentlichen Bewußtsein zu halten.
Die Veranstaltung wurde von der Sächsischen Staatsregierung im Rahmen des Programmes "25 Jahre Friedliche Revolution" in Sachsen gefördert.

17.11.2014
Manfred Matthies mit dem "Memory of Nations Award" geehrt

Am 17. November 2014 erhielt Manfred Matthies, Mitglied des Fördervereins Gedenkstätte Bautzen und ehemaliger politischer Häftling der Sonderhaftanstalt Bautzen II, in Prag den Memory of Nations Preis. Matthies, 1959 aus der DDR nach Westberlin geflohen, verhalf nach dem Mauerbau 1961 zahlreichen Menschen ebenfalls zu Flucht. Er war am Bau mehrer Tunnel in Berlin, unter anderem in der Bernauer Straße, beteiligt. Später brachte er Flüchtlinge in umgebauten Autos in den Westen, bevor ihn die Staatssicherheit 1972 bei einer Fluchthilfeaktion verhaftete. Manfred Matthies war bis zu seiner Freilassung 1976 in Bautzen II inhaftiert.
In einem feierlichen Festakt im tschechischen Nationaltheater ehrte die Stiftung Post Bellum den persönlichen Mut und die Einsatzbereitschaft von Manfred Matthies. Durch die Auszeichnung wolle man „
die heutige Gesellschaft und die junge Generation zu mutigem Engagement inspirieren“, so die Veranstalter. Neben Manfred Matthies, der den Preis stellvertretend für die Bundesrepublik Deutschland entgegennahm, wurden auch weitere Bürgerrechtler und Oppositionelle aus der Tschechischen Republik, der Slowakei, Polen und Ungarn ausgezeichnet.

04.10.2014
Der Förderverein Gedenkstätte Bautzen hat im Sommer 2014 im Rahmen des sächsischen Förderprogramms für Aktivitäten zur Erinnerung an die Friedliche Revolution 1989 zwei Projekte bewilligt bekommen. Den Auftakt macht eine Veranstaltung am 26. November 2014 in der Gedenkstätte Bautzen. Wir freuen uns, dass aus diesem Anlass unser Ehrenvorsitzender Dr. h.c. Karl Wilhelm Fricke in Bautzen zu Gast sein wird. Karl Wilhelm Fricke, selbst als politischer Häftling Ende der fünfziger Jahre im Stasi-Gefängnis Bautzen II inhaftiert, hat sich als Redakteur des Deutschlandfunks jahrzehntelang mit den Herrschaftsstrukturen des SED-Regimes auseinandergesetzt und war für viele West-Radio hörende DDR-Bürger wichtiger Kommentator politischer Ereignisse. Außerdem wird bis Ende November in Zusammenarbeit mit der Gedenkstätte Bautzen ein interaktiver Rundgang „Die Friedliche Revolution in Bautzen II im Herbst 1989“ erarbeitet, der sich insbesondere an Schulklassen richtet.


03.10.2014
Herzlich willkommen auf der Homepage des Fördervereins Gedenkstätte Bautzen. Auf diesen Seiten informieren wir Sie regelmäßig über unsere Aktivitäten und kommende Veranstaltungen. Gleichfalls können Sie hier mehr zur Geschichte der Bautzener Gefängnisse und seiner Insassen erfahren. Sollten Sie noch Anregungen oder Kritik haben, schreiben Sie uns!